Projects
Aus Essays und Dossiers entstehen weiterführende Fragestellungen zu gesellschaftlichen, institutionellen, technologischen und kulturellen Veränderungen. Die Projects greifen ausgewählte Fragen auf und entwickeln sie als eigenständige Untersuchungen weiter.
Im Mittelpunkt stehen die Bedingungen, unter denen Wahrnehmung, Urteil, Entscheidung und gesellschaftliches Handeln entstehen und sich verändern. Die Projects verbinden unterschiedliche fachliche Perspektiven und können im Austausch mit Institutionen, Organisationen und anderen fachlichen Zusammenhängen weiterentwickelt werden.
PROJECT 01
URTEILSKRAFT UNTER DIGITALEN BEDINGUNGEN
Wie verändern künstliche Intelligenz, algorithmische Systeme und digitale Öffentlichkeit die Bedingungen menschlicher Wahrnehmung, des Urteils und der Entscheidung?
Künstliche Intelligenz verändert nicht nur technische Abläufe. Mit generativen Systemen werden maschinell erzeugte Informationen, Vorschläge und Bewertungen zunehmend Bestandteil menschlicher Wahrnehmungs- und Entscheidungsprozesse.
PROJECT 01 untersucht, wie sich dadurch die Bedingungen von Wahrnehmung, Urteil und Entscheidung verändern und welche Voraussetzungen erforderlich sind, damit menschliche Urteilskraft wirksam bleiben kann. Im Mittelpunkt steht nicht die technische Leistungsfähigkeit künstlicher Intelligenz, sondern das Verhältnis von menschlichem Urteil, maschineller Unterstützung und Verantwortung.
PROJECT 02
WER KANN ENTSCHEIDEN?
Zuständigkeit, Mandat und Handlungsmacht in Institutionen
Institutionen verfügen über Zuständigkeiten, Verfahren und formale Entscheidungsstrukturen. Tatsächliche Handlungsfähigkeit hängt jedoch auch davon ab, wie Wissen, Urteil, Mandat, Entscheidungsmacht und Verantwortung innerhalb institutioneller Zusammenhänge verteilt sind.
PROJECT 02 untersucht konkrete Entscheidungssituationen und die Bedingungen, unter denen institutionelle Entscheidungen entstehen und in Handlung überführt werden. Im Mittelpunkt steht das Verhältnis von formaler Zuständigkeit, tatsächlicher Handlungsmacht und Verantwortung.
PROJECT 03
GETEILTE WIRKLICHKEIT
Öffentlichkeit unter Bedingungen fragmentierter Erfahrungsräume
Digitale Medien verändern nicht nur den Zugang zu Informationen. Sie verändern auch die Bedingungen, unter denen gesellschaftliche Ereignisse wahrgenommen, erlebt und gedeutet werden. Menschen können dadurch demselben Ereignis in unterschiedlichen medialen, sozialen und kommunikativen Zusammenhängen begegnen.
PROJECT 03 untersucht, wie unterschiedliche Informations-, Deutungs- und Erfahrungsräume gesellschaftliche Wahrnehmung und Orientierung prägen und unter welchen Bedingungen trotz unterschiedlicher Erfahrungen gemeinsame Öffentlichkeit entstehen kann.
PROJECT 04
RÄUME DES HANDELNS
Wie Architektur gesellschaftliche und institutionelle Beziehungen prägt
Architektur und Gestaltung schaffen nicht nur Räume. Sie strukturieren Zugänge, Wege, Begegnungen, Sichtbarkeit, Nähe und Distanz und beeinflussen damit die Bedingungen gesellschaftlicher und institutioneller Beziehungen.
PROJECT 04 untersucht an konkreten Orten, wie räumliche Gestaltung Wahrnehmung, Beziehungen und Handlungsmöglichkeiten prägt und welche gesellschaftlichen oder institutionellen Ordnungen dadurch im alltäglichen Gebrauch wirksam werden.