WIE ARBEITEN wir künftig?

HUMAN–AI untersucht die Zusammenarbeit zwischen menschlicher Urteilskraft und künstlicher Intelligenz in neuen Arbeitsarchitekturen.


Im Mittelpunkt steht nicht allein, was künstliche Intelligenz leisten kann. Untersucht wird, wie Aufgaben und Fähigkeiten zwischen Menschen und KI verteilt werden, wie Wissen und Entscheidungen entstehen und unter welchen Bedingungen Urteilskraft, Verantwortung und institutionelle Handlungsfähigkeit erhalten oder neu entwickelt werden können.

Leitfrage

Wie müssen Arbeitsarchitekturen gestaltet sein, damit menschliche Urteilskraft und künstliche Intelligenz gemeinsam zu institutioneller Handlungsfähigkeit beitragen können?


Die Frage richtet den Blick von einzelnen Technologien auf das Arbeitssystem als Ganzes. Entscheidend ist nicht allein, was Menschen oder KI jeweils leisten können, sondern wie ihre unterschiedlichen Fähigkeiten verteilt, verbunden, kontrolliert und in verantwortbare Entscheidungen übersetzt werden.



Dabei wird auch untersucht, wo Zusammenarbeit sinnvoll ist – und wo menschliche und maschinelle Funktionen bewusst voneinander getrennt bleiben sollten.

Forschungs

felder

Forschungsfelder

WORK ARCHITECTURES

Wie werden Aufgaben und Funktionen zwischen Menschen und künstlicher Intelligenz verteilt? Welche Formen der Zusammenarbeit entstehen, wie werden sie koordiniert – und unter welchen Bedingungen verbessern sie tatsächlich die Qualität von Arbeit und Entscheidungen?

JUDGMENT

Wie verändert sich menschliche Urteilskraft, wenn Recherche, Strukturierung, Analyse und Entscheidungsvorbereitung zunehmend durch künstliche Intelligenz unterstützt werden? Formale Entscheidungsbefugnis und tatsächliche Urteilshoheit müssen dabei nicht identisch sein.

GOVERNANCE & RESPONSIBILITY

Wie müssen Kontrolle, Intervention, Nachvollziehbarkeit und Verantwortung in hybriden Arbeitssystemen organisiert werden? Verantwortung wird nicht erst am Ende einer Entscheidung zugerechnet. Ihre Voraussetzungen werden bereits durch die Arbeitsarchitektur strukturiert.

CAPABILITIES

Welche menschlichen Fähigkeiten werden durch künstliche Intelligenz erweitert, welche verändern sich und welche werden durch Delegation möglicherweise weniger ausgeübt? Untersucht wird zugleich, welche Fähigkeiten in hybriden Arbeitsarchitekturen neu an Bedeutung gewinnen.

RESEARCH

HUMAN–AI verbindet Forschungsergebnisse unterschiedlicher Disziplinen mit eigenen Fragestellungen und Untersuchungen. Empirische Befunde werden von Arbeitshypothesen und eigenen analytischen Begriffen unterschieden. Gegenpositionen und widersprüchliche Evidenz sind Bestandteil des Forschungsprozesses.


Ziel ist nicht, eine bestimmte Form der Zusammenarbeit zwischen Mensch und künstlicher Intelligenz zu bestätigen. Untersucht werden ebenso ihre Grenzen, mögliche Fehlentwicklungen und Situationen, in denen eine Trennung menschlicher und maschineller Funktionen die tragfähigere Arbeitsarchitektur darstellen kann.


Research Notes dokumentieren ausgewählte Forschungsstände, offene Fragen und Erkenntnisfortschritte.

WORKING CONCEPTS

HUMAN–AI entwickelt analytische Begriffe dort, wo bestehende Kategorien bestimmte Veränderungen hybrider Arbeit nicht hinreichend erfassen. Diese Begriffe sind keine vorausgesetzten Ergebnisse, sondern Instrumente der Untersuchung und bleiben der Überprüfung zugänglich.

URTEILSHOHEIT

Urteilshoheit bezeichnet die tatsächliche Fähigkeit eines Menschen, nicht nur eine Entscheidung zu bestätigen, sondern deren Voraussetzungen, Alternativen und Unsicherheiten hinreichend beurteilen und gegebenenfalls infrage stellen zu können.


Status: Analytischer Arbeitsbegriff

CAPABILITY GOVERNANCE

Capability Governance bezeichnet die bewusste Gestaltung der Frage, welche menschlichen Fähigkeiten in hybriden Arbeitssystemen ausgeübt, entwickelt, unterstützt oder delegiert werden.


Status: Arbeitskategorie

EXPERIMENTS

HUMAN–AI untersucht hybride Arbeitsarchitekturen nicht ausschließlich theoretisch. Ausgewählte Arbeitsprozesse können als dokumentierte Untersuchungsräume genutzt werden.


Beobachtet wird, wie Funktionen zwischen Menschen und künstlicher Intelligenz verteilt werden, wie unterschiedliche Fähigkeiten zusammenwirken, wo menschliche Intervention erforderlich wird, wie Fehler entstehen und erkannt werden und unter welchen Bedingungen eigenständiges Urteil und verantwortliches Handeln möglich bleiben.


Experimente dienen dabei nicht dem Nachweis einer bereits feststehenden Lösung. Sie sollen sichtbar machen, was unter unterschiedlichen Arbeitsarchitekturen tatsächlich geschieht.

PROJECT 06

INSTITUTIONELLE INTELLIGENZ

Menschliche Urteilskraft und künstliche Intelligenz in neuen Arbeitsarchitekturen.


PROJECT 06 untersucht, wie unterschiedliche menschliche und künstliche Fähigkeiten innerhalb von Arbeitsprozessen und Organisationen verbunden werden können.


Im Mittelpunkt steht die Frage, unter welchen Bedingungen daraus belastbares Wissen, eigenständiges Urteil, verantwortbare Entscheidungen sowie institutionelle Lern- und Handlungsfähigkeit entstehen können.


Das Projekt verbindet Forschungsstand, analytische Begriffsarbeit und die Untersuchung konkreter Human–AI-Arbeitsarchitekturen.


→ PROJECT 06

ESSAYS

HUMAN–AI WORK ARCHITECTURES

Wie sich Arbeit zwischen menschlicher Urteilskraft und künstlicher Intelligenz neu organisiert.


Künstliche Intelligenz verändert Arbeit nicht allein durch neue technologische Fähigkeiten. Mit ihrer Integration verändert sich auch die Architektur von Recherche, Analyse, Koordination, Entscheidung und Verantwortung.


Der Essay untersucht, weshalb die entscheidende Frage nicht lautet, ob Mensch oder KI überlegen ist, sondern wie ihre unterschiedlichen Fähigkeiten innerhalb gemeinsamer Arbeitssysteme organisiert werden.


→ ESSAY LESEN

FINDINGS

HUMAN–AI dokumentiert Ergebnisse, sobald Untersuchungen belastbare Aussagen ermöglichen.



Dabei wird zwischen empirischen Befunden, analytischen Schlussfolgerungen und weiter offenen Fragen unterschieden. Ergebnisse bleiben überprüfbar und können durch neue Evidenz verändert oder präzisiert werden.