DIE ARCHITEKTUR DER EIGENSTÄNDIGKEIT - Wie aus einer Haltung eine dauerhafte Form des Arbeitens entsteht
Eigenständigkeit beginnt häufig bei einzelnen Menschen. Sie zeigt sich in einer besonderen Art, Wirklichkeit wahrzunehmen, Fragen zu stellen, Zusammenhänge herzustellen, Möglichkeiten auszuwählen und Entscheidungen zu treffen. Solange eine solche Arbeitsweise eng an eine Person oder eine kleine Gruppe gebunden bleibt, können Erfahrung, Wahrnehmung und Urteil unmittelbar miteinander verbunden sein. Schwieriger wird es, sobald daraus etwas Dauerhaftes entstehen soll. Andere Menschen kommen hinzu, Aufgaben werden verteilt, Wissen muss weitergegeben, unterschiedliche Formen von Expertise müssen integriert und Verantwortung muss organisiert werden. Was zuvor durch persönliche Nähe und unmittelbare Entscheidung zusammengehalten wurde, benötigt Strukturen, Verfahren und Routinen. Darin liegt ein Paradox: Eine eigenständige Arbeitsweise braucht Strukturen, wenn sie über einzelne Situationen und Personen hinaus wirksam werden soll; dieselben Strukturen können jedoch beginnen, genau jene Eigenständigkeit einzuschränken, die sie erhalten sollen. Erfahrung wird zur Routine, ein Qualitätsmaßstab zur Vorgabe, eine erfolgreiche Antwort zum Muster für die nächste. Was unter bestimmten Bedingungen Ausdruck eigenständigen Urteils war, kann unter veränderten Bedingungen bloße Wiederholung sein. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur, wie sich eine besondere Haltung institutionalisieren lässt. Sie lautet, wie Kontinuität entstehen kann, ohne die Fähigkeit zu verlieren, unter veränderten Bedingungen erneut zu einem eigenen Urteil zu gelangen.
Architektur macht dieses Problem auf besondere Weise sichtbar. Ein Gebäude kann als Ausdruck einer unverwechselbaren architektonischen Haltung erscheinen und ist zugleich das Ergebnis hochgradig arbeitsteiliger Prozesse. Architekten arbeiten mit Ingenieuren, Fachplanern, Materialexperten, Auftraggebern, Behörden, Nutzern und ausführenden Unternehmen zusammen; größere Büros verteilen Arbeit zusätzlich über Projektteams, Partner, Standorte und spezialisierte Einheiten. Trotzdem gelingt es einigen Büros, über sehr unterschiedliche Projekte hinweg eine erkennbare Eigenständigkeit zu bewahren. Diese kann nicht allein in der Wiederholung einer bestimmten Formensprache liegen. Herzog & de Meuron etwa beschreibt seine Praxis als offen gegenüber unterschiedlichen Aufgaben und ohne vorgefasste Lösungen. Projektteams werden für die jeweiligen Anforderungen eigens zusammengestellt, während neben dem verantwortlichen Partner weitere sogenannte Coupling Partners den Entwurfsprozess als Resonanzpartner begleiten. Jacques Herzog hat zudem unterschiedliche Positionen innerhalb des Partnerkreises nicht als Störung beschrieben, sondern den Widerstand unterschiedlicher Perspektiven als Bestandteil der Zusammenarbeit. Darin liegt ein bemerkenswerter Organisationsgedanke: Nicht die Lösung wird standardisiert. Strukturiert werden Bedingungen, unter denen Lösungen entstehen, geprüft und infrage gestellt werden können. Offenheit und Struktur sind deshalb keine Gegensätze. Das Gegenteil von Standardisierung ist nicht Strukturlosigkeit.
Andere Praktiken zeigen, wie unterschiedlich solche Bedingungen gestaltet werden können. Bei Henning Larsen ist Research Bestandteil der Entwurfsarbeit und dient dazu, vertraute Sichtweisen zu überprüfen und zusätzliche Perspektiven für eine Aufgabe zu erschließen. Bei Foster + Partners stellt sich angesichts einer stark multidisziplinären Arbeitsweise eine andere Herausforderung: Unterschiedliche Formen spezialisierten Wissens müssen nicht nur verfügbar sein, sondern miteinander verbunden und für die konkrete Aufgabe beurteilt werden. Besonders deutlich wird die Trennung zweier Funktionen bei BIG. Das Büro beschreibt seinen Entwurfsprozess als Wechsel zwischen einer zunächst möglichst unkritischen Erzeugung vieler Ideen und einer anschließend rigorosen Auswahl; entscheidend ist dabei nicht, von wem eine Idee stammt, sondern warum sie ausgewählt wird. Die Arbeitsweisen dieser Büros unterscheiden sich erheblich, weisen aber auf denselben Zusammenhang: Mehr Wissen, mehr Perspektiven und mehr Möglichkeiten erzeugen nicht automatisch bessere Antworten. Sie vergrößern zunächst den Raum dessen, was möglich erscheint. Gerade dadurch gewinnt die Auswahl an Bedeutung. Eigenständigkeit zeigt sich nicht allein darin, welche Möglichkeiten hervorgebracht werden können. Sie zeigt sich ebenso darin, welche Möglichkeiten verworfen werden. Bei SeARCH lässt sich diese Eigenständigkeit wiederum weniger an einer konstanten formalen Antwort als an der wiederkehrenden Aufmerksamkeit für das Verhältnis von Architektur, Ort und Umgebung beobachten. Eine Haltung kann offenbar kontinuierlich sein, ohne dass ihre Ergebnisse einander gleichen müssen. Für eine eigenständige Arbeitsweise wird damit nicht nur entscheidend, wie viele Möglichkeiten sie hervorbringen kann, sondern aus welcher Perspektive sie eine Aufgabe betrachtet, welches Wissen sie dafür erschließt und nach welchen Maßstäben sie zwischen unterschiedlichen Möglichkeiten unterscheidet. Bei Peter Zumthor liegen diese Ebenen besonders eng beieinander. In seinen Beschreibungen des Entwerfens stehen die erste Vorstellung eines Gebäudes, der konkrete Ort, Material, Recherche und die Frage der Realisierung in unmittelbarer Beziehung. Eine Idee kann vorhanden sein, obwohl zunächst noch nicht bekannt ist, wie sie konstruktiv oder materiell umgesetzt werden kann; gerade daraus beginnt neue Recherche. Eigenständigkeit entsteht hier nicht aus dem Verzicht auf Untersuchung, sondern aus der engen Verbindung zwischen Wahrnehmung, Untersuchung und Urteil.
Damit verschiebt sich die Frage von Kreativität zu Urteilskraft. Eine eigenständige Arbeitsweise entscheidet nicht erst am Ende zwischen verschiedenen Lösungen. Sie beginnt früher: bei der Wahrnehmung dessen, was an einer Situation überhaupt relevant erscheint, bei der Formulierung der Frage und bei der Entscheidung darüber, welches Wissen gesucht und welche Perspektiven einbezogen werden. Sie setzt sich darin fort, wie Alternativen entwickelt, Annahmen geprüft, Gegenpositionen zugelassen und Erfahrungen interpretiert werden. Erst daraus entsteht die Auswahl dessen, was trägt und was verworfen werden muss. Mit zunehmender Arbeitsteilung werden jedoch gerade diese Funktionen voneinander getrennt. Recherche kann an einer anderen Stelle stattfinden als Entscheidung, spezialisiertes Wissen aus unterschiedlichen Disziplinen kommen, Entwürfe in Teams entstehen und Verantwortung über mehrere Ebenen verteilt werden. Mit der Verteilung von Arbeit verändert sich deshalb auch die Verteilung des Urteilens. Das muss Eigenständigkeit nicht schwächen. Eine Organisation kann durch unterschiedliche Perspektiven, spezialisiertes Wissen und institutionalisierte Gegenpositionen mehr erkennen, als ein Einzelner erkennen könnte. Entscheidend wird jedoch, ob zwischen Wahrnehmung, Wissen, Prüfung und Entscheidung weiterhin Verbindungen bestehen, die ein begründetes Urteil ermöglichen. Die Frage nach Eigenständigkeit wird damit zu einer Frage der Architektur dieser Beziehungen: Was wird verteilt, was bleibt miteinander verbunden, wo werden Alternativen erzeugt, wo werden sie geprüft und wo wird schließlich entschieden, welche davon weiterverfolgt oder verworfen werden?
Gerade erfolgreiche Arbeitsweisen tragen dabei ein besonderes Risiko in sich. Was Orientierung geschaffen hat, kann später Wahrnehmung begrenzen. Eine Haltung wird zur Identität, Identität erzeugt Erwartungen, erfolgreiche Verfahren werden wiederholt, Qualitätsmaßstäbe tradiert und Routinen verfestigt. Eine Organisation kann dadurch äußerlich ausgesprochen konsistent erscheinen und dennoch beginnen, weniger ihre Eigenständigkeit als ihr früheres Bild von Eigenständigkeit zu reproduzieren. Die einfache Gegenüberstellung von Routine und Kreativität führt allerdings nicht weiter. Organisationen brauchen Routinen, um Wissen zu erhalten, Zusammenarbeit zu koordinieren und komplexe Arbeit zuverlässig auszuführen. Nicht alles muss immer wieder neu entschieden werden, damit an entscheidenden Stellen eigenständig entschieden werden kann. Gerade verlässliche Dokumentation, Informationszugänge, Projektkoordination oder bestimmte Prüfverfahren können Aufmerksamkeit für jene Situationen freihalten, in denen eine vorhandene Antwort nicht genügt. Die entscheidende Unterscheidung verläuft deshalb nicht zwischen Standardisierung und Eigenständigkeit, sondern zwischen dem, was zuverlässig wiederholbar sein soll, und dem, was dem erneuten Urteil offenbleiben muss. Diese Grenze ist selbst nicht dauerhaft festgelegt. Auch ein Verfahren, das ursprünglich Offenheit, Kritik oder Widerspruch sichern sollte, kann zur Routine werden; auch eine institutionalisierte Gegenposition kann ihre irritierende Wirkung verlieren, wenn sie nur noch formal vollzogen wird. Eine Architektur der Eigenständigkeit müsste deshalb nicht nur bestimmte Verfahren stabilisieren, sondern auch ermöglichen, diese Verfahren selbst zum Gegenstand der Prüfung zu machen.
Damit berührt die Frage schließlich auch die Vorstellung von Autorenschaft. Je arbeitsteiliger eine Organisation arbeitet, desto weniger lässt sich ihr Ergebnis plausibel als Ausdruck einer einzigen Person beschreiben. Der Ursprung einer Haltung, die Organisation ihrer Weiterentwicklung und die Autorenschaft eines konkreten Ergebnisses sind nicht identisch. Architektur macht diese Differenz besonders sichtbar, weil große Projekte aus dem Zusammenwirken zahlreicher Menschen und Wissensformen entstehen und öffentlich dennoch häufig mit wenigen Namen verbunden werden. Die eigentliche Bewährungsprobe institutioneller Eigenständigkeit beginnt möglicherweise dort, wo die ursprünglichen Träger einer Haltung nicht mehr jede wichtige Entscheidung selbst treffen. Herzog & de Meuron befindet sich mit seinem ausdrücklich intergenerationell angelegten Übergang von Eigentum und Verantwortung in einem solchen Prozess; wie sich eine über Jahrzehnte entwickelte Haltung unter veränderten personellen Bedingungen fortsetzt, lässt sich nicht vorwegnehmen. Gerade darin liegt die institutionelle Frage. Dauerhaftigkeit kann nicht bedeuten, Entscheidungen früherer Urheber möglichst genau zu reproduzieren. Sie müsste bedeuten, eine Arbeitsweise so weiterzuentwickeln, dass andere Menschen unter neuen Bedingungen zu eigenständigen und zugleich anschlussfähigen Urteilen gelangen können.
Das Problem reicht weit über Architektur hinaus. Forschungseinrichtungen, Unternehmen, kulturelle Institutionen und professionelle Organisationen müssen Wissen und Erfahrung stabilisieren, ohne neue Situationen ausschließlich mit alten Antworten zu bearbeiten. Mit künstlicher Intelligenz kommt eine weitere Form der Arbeitsteilung hinzu. Recherche, Analyse, Variantenbildung und Entscheidungsvorbereitung können zunehmend zwischen Menschen und technischen Systemen verteilt werden. Dadurch verschärft sich eine bereits bestehende institutionelle Frage: Welche Funktionen können delegiert, automatisiert oder standardisiert werden, und welche Fähigkeiten müssen erhalten bleiben, damit Voraussetzungen, Alternativen und Ergebnisse weiterhin eigenständig beurteilt werden können? Die Architektur der Eigenständigkeit bezeichnet deshalb keinen detaillierten Prozess, der das Ergebnis bereits vorwegnimmt. Sie bezeichnet die bewusste Gestaltung von Bedingungen, Beziehungen und Entscheidungsmöglichkeiten, innerhalb derer unterschiedliche Antworten entstehen können. Eine solche Architektur muss Orientierung geben, ohne jede Antwort festzulegen; sie muss Wissen bewahren, ohne Wahrnehmung auf bereits Bekanntes zu beschränken; sie muss Arbeit verteilen können, ohne die Verbindung zwischen Wissen und Urteil aufzulösen. Institutionen werden dauerhaft, indem sie Wissen, Verfahren und Verantwortung stabilisieren. Eigenständigkeit lässt sich jedoch nicht auf dieselbe Weise konservieren. Was gestern eine eigenständige Antwort war, kann morgen bereits Konvention sein. Eine Haltung wird deshalb nicht dadurch dauerhaft, dass ihre Antworten bewahrt werden. Sie wird dauerhaft, wenn die Fähigkeit erhalten bleibt, aus ihr heraus neue Antworten zu entwickeln. Die Architektur der Eigenständigkeit wäre dann keine Architektur festgelegter Lösungen. Sie wäre eine Architektur des immer wieder möglichen Urteils.
QUELLENNACHWEIS
Herzog & de Meuron
Practice. Zur offenen und projektspezifischen Arbeitsweise, zur Zusammenarbeit über Disziplinen hinweg und zum Anspruch, ohne vorgefasste Lösungen an Aufgaben heranzugehen.
Herzog & de Meuron – Practice
Organization. Zur projektspezifischen Zusammensetzung der Teams, zur Rolle der Partner und „Coupling Partners“ als Sounding Boards sowie zum intergenerationellen Übergang von Eigentum und Verantwortung.
Herzog & de Meuron – Organization
Jean-François Chevrier / Jacques Herzog: A conversation by Jean-François Chevrier with Jacques Herzog. Zur Bedeutung unterschiedlicher Positionen innerhalb des Partnerkreises und zu Widerstand als Bestandteil der Zusammenarbeit.
Herzog & de Meuron – Conversation with Jacques Herzog
Henning Larsen
Research and innovation. Zur institutionellen Bedeutung von Research und Innovation, zur Überprüfung habitualisierter Denkweisen, zur Integration unterschiedlicher Perspektiven sowie zu angewandter Forschung, Prototyping und ethnografischen Methoden.
Henning Larsen – Research and innovation
Urban Minded. Zur Anwendung qualitativer und ethnografischer Forschungsmethoden innerhalb konkreter Design- und Beteiligungsprozesse.
Henning Larsen – Urban Minded
Foster + Partners
Resilience + Planning for Change / Corporate Social and Environmental Responsibility Report 2024–2025. Zur multidisziplinären Wissensorganisation und insbesondere zu spezialisierten Forschungsgruppen wie Applied Research and Development, Materials Research Centre und Specialist Modelling Group, die Forschung betreiben und Wissen innerhalb der Praxis verfügbar machen.
Foster + Partners – CSER Report 2024–2025
BIG – Bjarke Ingels Group
Design Process. Zur Trennung zwischen möglichst offener Ideenbildung und rigoroser Auswahl sowie zur Beschreibung des Entwurfsprozesses als „excess and selection“.
BIG – Design Process
SeARCH – Architects Amsterdam
Profile. Zum Verständnis von Architektur und Umgebung als zusammengehörigen Elementen des Entwurfs, zur wiederkehrenden Beziehung zwischen Architektur, Ort und Landschaft sowie zur Verbindung von Entwurfsarbeit, Zusammenarbeit und Forschung.
SeARCH – Profile
Peter Zumthor
Multiplicity and Memory: Talking About Architecture with Peter Zumthor. Interview zur Verbindung von erster Idee, Ort, Materialität, Recherche und Realisierung innerhalb des Entwurfsprozesses.
ArchDaily – Peter Zumthor: Multiplicity and Memory
James G. March
Exploration and Exploitation in Organizational Learning. Organization Science, Vol. 2, No. 1, 1991, S. 71–87. Zur grundlegenden Spannung zwischen der Exploration neuer Möglichkeiten und der Nutzung bzw. Weiterentwicklung bestehenden Wissens in Organisationen. DOI: 10.1287/orsc.2.1.71.
INFORMS – Exploration and Exploitation in Organizational Learning
Martha S. Feldman / Brian T. Pentland
Reconceptualizing Organizational Routines as a Source of Flexibility and Change. Administrative Science Quarterly, Vol. 48, No. 1, 2003. Zur Doppelfunktion organisationaler Routinen als Quelle von Stabilität und zugleich von Veränderung und Flexibilität. DOI: 10.2307/3556620.
SAGE – Reconceptualizing Organizational Routines as a Source of Flexibility and Change
Brian T. Pentland / Thorvald Hærem / Derek Hillison
The (N)Ever-Changing World: Stability and Change in Organizational Routines. Organization Science, Vol. 22, No. 6, 2011, S. 1369–1383. Empirische Untersuchung zur Veränderlichkeit organisationaler Routinen und zum Verhältnis von Stabilität und endogenem Wandel. DOI: 10.1287/orsc.1110.0624.
INFORMS – The (N)Ever-Changing World
Sangyoon Yi / Thorbjørn Knudsen / Markus C. Becker
Inertia in Routines: A Hidden Source of Organizational Variation. Organization Science, Vol. 27, No. 3, 2016, S. 782–800. Zur differenzierten Wirkung von Routinen und Trägheit auf organisationale Anpassungsfähigkeit und Variation. DOI: 10.1287/orsc.2016.1059.
INFORMS – Inertia in Routines
Dennis A. Gioia / Majken Schultz / Kevin G. Corley
Organizational Identity, Image, and Adaptive Instability. Academy of Management Review, Vol. 25, No. 1, 2000, S. 63–81. Zum Verhältnis von organisationaler Identität, Kontinuität und Veränderungsfähigkeit sowie zur Möglichkeit, Identität nicht ausschließlich als statische und dauerhafte Eigenschaft einer Organisation zu verstehen. DOI: 10.5465/AMR.2000.2791603.
Academy of Management – Organizational Identity, Image, and Adaptive Instability
Titelbild © 2026 THOMAS LEMCKE
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